Genießen wie im Piemont

Zurzeit fehlt mir Italien ganz besonders. Die wärmende Sonne, das Licht, meine Freunde dort, unser Haus mit dem Blick auf die Olivenbäume und den herrlichen Himmel überm Meer. Wie schön wäre es jetzt zu reisen. Dorthin zu reisen. Aber in Zeiten der Pandemie verliert das Leben an Leichtigkeit, Spontaneität und dem Gefühl der Freiheit. Umso…

Luigini d´oro mit Gemüseragout

Kürzlich hat mich ein italienischer Freund zum Essen ins ligurische Hinterland entführt, genau gesagt nach Apricale, einem kleinen Ort, der spektakulär seit über 1000 Jahren auf einem Felsen thront und dessen Gassen so eng sind und häufig mit Arkaden überbaut, dass es dort auch bei heißen Temperaturen kühl bleibt. Den vorhandenen Parkplätzen nach zu urteilen…

Mein italienischer Garten, oder: Schutthalde mit Meerblick

Vielleicht ist es ja ganz gut, dass ein Wunschtraum erstmal nur rein fiktiver Natur ist, eine Idee, ein Fantasiegebilde, etwas, das schwer erreichbar ist. Wenn man nämlich tatsächlich dann einmal an den Punkt kommt, ihn in die Realität umzusetzen, kann so ein Traum einem ganz schnell auch den nächtlichen Schlaf rauben. Vor allem, wenn er…

Überraschend: Wirsing-Camembert-Tarte

Wie gut, dass man Freundinnen hat. Vor allem auch solche, die gerne und gut kochen und die sich dann so richtig austoben können, wenn wir uns zum Mädelsabend treffen und die Vorlieben der eigenen Familie für Fleisch nicht berücksichtigen müssen. Also gab es kürzlich von Ute diese mit Camembert überbackene Wirsing-Tarte, die mich tatsächlich sehr…

Zu Besuch im: Burgund

Fleisch ist ihr Gemüse Die Franzosen können ja einiges: Fußballweltmeister werden, guten Käse und Champagner produzieren, Baguette backen und – wenn man der Redensart „Leben wie Gott in Frankreich“ glauben schenken möchte – die französische Kochkultur genießen. Das „gastronomische Mahl der Franzosen“ wurde 2010 sogar von der Unesco als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Oh, là là!…

Zu Besuch in: Ligurien

Oder: Die Liebe zum Essen Man kann viele Dinge lieben: sein Haustier, seine Kinder, einen löchrigen Pulli, die dänischen Dünen. Und die Italiener lieben eben auch ihre Ravioli. Zumindest in Ligurien, wo sie zu dieser Jahreszeit mit Borretsch und wildem Mangold gefüllt werden und mit zerlassener Butter in Salbei auf den Tisch kommen – und…

Zu Besuch in: Palermo

Was wäre die sizilianische Küche ohne Auberginen? Eine Küche ohne Auberginensalat, Auberginenbällchen, Auberginenröllchen und nicht zuletzt ohne die berühmte Pasta alla Norma, benannt nach der ebenso berühmten Oper von Vicenzo Bellini. Einfach undenkbar! Ebenso wenig wegdenken kann man sich die als Vorspeise zubereiteten Arancini, in Öl ausgebackenen, gefüllten Reisbällchen, oder die Caponata, geschmortes Auberginengemüse mit…

Zu Besuch: Irmis Grüne Crespelle mit Ziegenkäse auf Roter Bete

Kürzlich war ich bei meiner Freundin Irmi zum Essen eingeladen, und was sie für uns zubereitet hat, hat mich fast umgehauen. Nicht nur, dass sie ein komplett vegetarisches Menü serviert hat, nein, auch was sie ausgesucht hat, hat mich begeistert. Vor allem dieser „Ziegenkäse in Petersiliencrespella auf Limonen-Rote-Bete und marinierten Kräutern“ aus einem Buch der…

Interview: „Gefährliche Abhängigkeiten von der Industrie“

Der besondere Reiz, eigenes Gemüse biologisch anzubauen, liegt vor allem in der hervorragenden Qualität und Frische, die man erzielt und die man natürlich schmeckt. Ganz abgesehen davon weiß man, woher die Zucchini kommen und auf welchem Mist die Hokkaidos gewachsen sind. Doch für welche Bohnen, Tomaten oder Salate soll man sich entscheiden? Bau- und Gartenmärkte…

Zu Besuch in: Sri Lanka

Warum in Sri Lanka schon zum Frühstück höllisch scharfe Currys auf dem Tisch stehen, die Realität einem manchmal einen Strich durch die Rechnung macht und Korianderkörner zum Kochen am besten frisch gemörsert werden Ab und zu kommen die Dinge anders als man sie erwartet, auch im Urlaub. Vor allem, wenn man nicht die gepamperte Abgeschiedenheit …