Crostini fettunta

Salz wurde in der Geschichte immer wieder zum Anlass genommen, um Steuern zu erheben und Kriege zu führen. So auch im Jahr 1540, als Papst Paul III die Einwohner der Toskana und Umbriens dazu zwingen wollte, das Salz aus den päpstlichen Salzminen für unerhört teures Geld zu kaufen. Doch selbst vom Papst lässt man sich nicht alles vorschreiben und macht aus der Not eine Tugend. So wurde es in diesen Regionen zur Tradition, das „weisse Gold“ einfach wegzulassen. Das Brot heißt hier Pane Sciocco und die gerösteten Brotscheiben, anderswo bekannt als Bruschette, nennt man hier Fettunta. Eine einfache, aber vorzügliche Vorspeise.

Das Brot wird nach dem Rösten mit Öl beträufelt und Salz und Pfeffer gewürzt. Serviert wurde es uns mit Tomaten und mit Olivenpaste. Wenn wir es selbst zubereiten, rösten wir die Tomaten kurz mit Rosmarin unter dem Grill, und auch übrig gebliebenes Pesto passt als Belag tadellos.



Zutaten:
Brotscheiben, traditionellerweise aus Weißmehl
Olivenöl
Meersalz, grobe Körnung
Pfeffer, grob gemahlen

Brotscheiben unter dem Grill rösten, dann mit Öl beträufeln und würzen.

Für den Tomatenbelag aromatische Tomaten nehmen, diese würfeln oder kleinschneiden, mit Olivenöl  und etwas Rosmarin vermengen. Kurz unter den Backofengrill schieben. Eventuell mit kleingeschnittenen roten Zwiebeln vermischen, salzen.

Für die Olivenpaste schwarze Oliven pürieren oder zerdrücken, mit Chiliflocken würzen.

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