Fein: Ravioli mit Kürbis-Apfel-Füllung

Jetzt ist die Zeit, in der man doch öfter Besuch von Freunden und Familie bekommt und plötzlich alle Plätze um den Tisch belegt sind. Wenn man sich etwas vorbereitet und die Zeit nimmt, kann man die erwartungsvollen Gäste mit diesen sehr feinen, sehr guten Ravioli verwöhnen. Angelehnt habe ich es an ein Rezept aus der italenischen Feinschmeckerzeitschrift „sale & pepe“, allerdings besteht bei mir die Hälfte der Füllung aus Ricotta, so dass auch Kürbis-Verächter nicht meckern können.

Durch die Zitrone und den Apfel schmeckt die Füllung schön fruchtig. Serviert werden die Ravioli mit einer Mischung aus in Butter geschwenkten Walnüssen und Apfelstückchen und Salbei, es geht aber auch ganz klassisch einfach mit Butter, Knoblauch und Salbei. Beides vorzüglich!

Sowohl Teig als auch Füllung können am Tag vorher schon vorbereitet werden.


Anmerkung: Das Rezept ist für 8 Personen berechnet, könnte also leicht halbiert werden

Zutaten: (8 Personen)
Für den Teig:
500 g Mehl Typ 00
4 Eier
2 El Olivenöl
evtl. 2 El Wasser
½ Tl Meersalz

Für die Füllung:
600 g Hokkaido-Kürbis
1 Apfel, säuerlich
250 g Ricotta
1 Prise Muskatnuss
½ Zitrone, Abrieb
2 El Zitronensaft
Meersalz
Pfeffer

Für die Sauce:
1 Apfel, in Würfelchen
20 Walnüsse, grob gehackt
100 g Butter
2 Tl Agavendicksaft
12 Salbeiblätter, ganz

dazu: geriebener Parmesan

 

Für den Nudelteig die genannten Zutaten in einer Schüssel zuerst mit einer Gabel verrühren, dann mit den Händen sorgfältig zu einem Teig kneten. Er soll schön geschmeidig sein, dann 1 Stunde in Folie gewickelt ruhen (oder schon am Vortag zubereiten).

Für die Füllung den Kürbis und den Apfel in Scheiben schneiden,  in eine Auflaufform legen und mit Olivenöl beträufeln, dann im Backofen bei 180° C Umluft ca. 30 Minuten garen. Danach mit einem Pürierstab zermusen, mit Ricotta, Muskatnuss, Ei, Zitronenschale und -saft vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auskühlen lassen.

Den Nudelteig vierteln und portionsweise ca. 12 cm breite, längliche Teigplatten herstellen. Dafür den Teig zu einem Rechteck formen und mehrmals auf der kleinsten Stufe (1) durchnudeln, falten und wieder durchnudeln. Dann den Teig bis auf Stufe 6 (bei mir von insgesamt 9) verarbeiten.

Die Teigplatten auf eine bemehlte Ravioliform legen oder auf eine bemehlte Arbeitsfläche. Mit einem Teelöffel die Füllung, jeweils etwa einen halben Löffel, darauf verteilen, dazwischen immer Platz lassen, die Ränder eventuell leicht mit Wasser bepinseln (wenn sich sehr viel Mehl auf dem Teig befindet) und eine andere Teigplatte darauf legen. Die Zwischenräume andrücken. Mit einem Teigroller Ravioli ausschneiden.

Mit der Ravioliform geht das alles leichter: die Füllung wird auf der unteren Platte verteilt, die zweite Teigplatte aufgelegt und mit einem Nudelholz darübergerollt. So mit dem kompletten Teig verfahren. Ravioli auf einem leicht bemehlten Blech parken, damit sie nicht ankleben.

Für die Sauce in einem weiten Topf die Butter vorsichtig erhitzen, Apfelstücke und Nüsse sowie die Salbeiblätter mit dem Dicksaft darin anbraten.

In der Zwischenzeit Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Ravioli darin etwa 3 Minuten sieden lassen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in der Butter schwenken.

Mit geriebenem Parmesan servieren.

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