Kräuterspätzle

Feingehackte Kräuter kann man auch in Spätzlesteig mischen und erhält dann leckere Kräuterspätzle. Diese sind bei uns jederzeit überaus geschätzt und geliebt – egal ob mit oder ohne Grün, mit Linsen oder Sahne-Pilzen zubereitet oder Käse überbacken.

Allerdings hat mir mein Besuch in Süddeutschland letzte Woche auch gezeigt, dass das Ergebnis mit Spätzlesmehl doch um einiges besser wird als mit „normalem“ 550er. Es handelt sich dabei meistens um doppelgriffiges Mehl, das in seiner Körnung zwischen Mehl und Grieß liegt oder einer Mischung. Jedensfalls kann es das Wasser besser aufnehmen, wodurch der Teig fester wird. Die Spätzle werden dann schön dick. Also habe ich uns beim Müller aus dem Dorf fünf Kilo Spätzlesmehl gekauft (mein Sohn hat mich dabei bei der Wahl der Menge beraten und den grossen Sack auch getragen).

Traditionell werden Kräuterspätzle vom Brett geschabt. Aber ganz ehrlich, das war mir dann doch zu aufwändig. Ich habe deshalb extra meine tiefgefrorenen Kräuter genommen und diese im Blender nochmals ganz fein hehackt. So kann man den Teig auch mit der Spätzlespresse gut verarbeiten.

Geschmelzte Zwiebeln dürfen übrigens schon so dunkel werden wie auf dem Bild. Ich gebe zu, ich habe in dem Moment mit meiner Schwägerin telefoniert, um ihr von meinen neuen Spätzle-Ergebnissen zu berichten und die Zwiebeln kurz aus den Augen gelassen – aber in letzter Sekunde dann doch noch gerettet


 

Zutaten: (4 – 6 Personen)
500 g Mehl
5 Eier
200 ml Wasser
2 Tl Meersalz
Muskat
3 El Petersilie, gehackt
2 El Schnittlauch, gehackt
Kräutersalz
2 Zwiebeln, in Streifen geschnitten
200 g Käse, gerieben (Emmentaler, Gouda)
Butter

Spätzlesmehl besorgen!

In einer großen Schüssel Mehl, Eier, Salz, Muskat und Wasser ganz traditionell mit einem Holzlöffel oder mit den Knethaken des Mixers zu einem Teig schlagen, der dann fertig ist, wenn er sich vom Schüsselrand löst.

Die Kräuter ganz fein hacken. Das geht am besten, wenn sie tiefgefroren in den Blender kommen. Dann unter den Teig mischen.

Wasser zum Kochen bringen und salzen. Teig portionsweise in die Spätzlespresse löffeln und in das kochende Wasser drücken. Kurz aufkochen lassen. Fertige Spätzle mit einem Schaumlöffel herausangeln und in eine Schüssel füllen. Mit etwas Butter versehen, damit sie nicht zusammenkleben. Eventuell mit Kräutersalz nachwürzen.

Eine Auflaufform bereitstellen. Abwechselnd nun eine Schicht Spätzle und geriebenen Käse einfüllen. In den auf 160° C vorgeheizten Ofen für 5 Minuten stellen, damit der Käse schmilzt, die Nudeln aber nicht austrocknen.

Währenddessen die Zwiebeln in ausreichend Butter in einer Pfanne bräunen. Über die Nudeln verteilen und servieren.

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