Nori Make, Sesam-Spinat, Tamago-Yaki und Tofu-Yaki

Der Essenswunsch unserer Tochter zum Geburtstag? Vegetarisches Sushi. Der Begriff stimmt natürlich nicht, weil Fisch ausgeschlossen ist, aber ich weiß genau, was sie will: Make-Röllchen, würzig marinierter und gebackener Tofu (Tofu-Yaki), einen süßlicher asiatischen Salat, japanisches Omelette (Tamago-Yaki) und natürlich die sehr nussig-leckeren Spinat-Sesam-Kugeln. Dazu scharfer Wasabi und eine pikante Soja-Sesam-Sauce. Eingelegten Ingwer essen nur die Erwachsenen, aber ich nehme an, das ist eine Frage der Zeit.

Dieses Gericht mit seinen verschiedenen Aromen ist nicht nur ein Fest für den Gaumen, auch fürs Auge. Ein bißchen Vorbereitungszeit sollte man einplanen. Am besten in der Reihenfolge: Reis garen, Tofu marinieren und backen, Spinatbällchen zubereiten, Omelettestreifen, Salat und Make-Röllchen fertigstellen

Nori-Make

In das Norialgenblatt werden marinierter Reis mit Karotten, Gurken, Avocado, Schnittlauch oder auch marinierter Roter Bete (200° C Umluft im Ofen 45 Minuten garen, in Reisessig, süßem Mirin, Öl, Salz marinieren) gewickelt und in dicke Scheiben geschnitten

Zutaten: (4 Personen oder 7 Noriblätter)
Als Füllung:
1 cm dicke Streifen von: Gurken, Avocado, roter Bete, oder auch dünne Möhrenstreifen

7 Blätter Nori Alge, geröstet
300 g Sushireis
4 El Reisessig
2 El Honig

Den Reis nach Packungsanleitung kochen. Reisessig und Honig verrühren (oder durch 6 El Mirin ersetzen) und den noch heißen Reis damit würzen. Abkühlen lassen.

Ein Noriblatt quer auf eine Bambusmatte legen und dünn mit Reis bestreichen. Das geht am besten mit einem Küchenspatel. Dabei einen Rand oben von etwa 4 – 5 cm frei lassen.

Nun wieder quer dazu einen Streifen Füllung in den unteren Bereich legen und mit Hilfe der Bambusmatte das belegte Algenblatt fest aufrollen. Mit der Naht nach unten kurz liegen lassen, dann in Scheiben schneiden (eventuell die Ränder abschneiden) und auf einen Teller drapieren.

Dazu:

Pikante Sesamsauce

Zutaten:
50 g Sesam, geröstet
2½ El Sojasauce
2½ El Öl
1 El Reisessig
6 El Wasser
1 Prise Chilischote, zerrieben
1 El Zwiebeln, gehackt

Alle Zutaten im Mixer pürieren. Eventuell mit etwas mehr Wasser verdünnen.


Tamago-Yaki

Anmerkung: hier habe ich nur die Hälfte Eier verwendet und das Omelette auch nicht in der Bastmatte gerollt. Deshalb ist es etwas platt geworden, aber gut…

Zutaten: (für 2 Omelettes)
1 Tl Mirin
½ Tl Sojasauce
½ El Öl
4 El Gemüse-Brühe
4 Eier

Die Eier in eine Schüssel schlagen und verquirlen. Zucker, Sojasauce, Mirin und Gemüsebrühe hinzufügen. Öl erhitzen. Nur so viel der Eiermischung hineingießen, dass der Boden dünn bedeckt ist. Sobald die Unterseite stockt, von einer Seite aufrollen. Diese Rolle am Pfannenrand liegen lassen.

Nun wieder etwas Öl und Eiermischung in die Pfanne gießen. Das gleiche Prozedere wie zuvor, allerdings nimmt man nun die erste Rolle und rollt diese in das zweite Omelette hinein auf. Man hat nun logischerweise eine größere Rolle.

Eigentlich verfährt man so weiter bis die ganze Eiermischung aufgebraucht ist. Das Omelette wird dann recht voluminös, wird auf die Bastmatte gelegt und fest aufgerollt, so dass etwas Wasser entweicht.

Ich habe stattdessen lieber zwei dünnere Omelettes gemacht (siehe Bild) und nur locker in der Pfanne aufgerollt.

Egal wie man vorgeht, die Omelettes lässt man erst kurz auskühlen und schneidet sie dann in Streifen. Mit Schnittlauchröllchen bestreuen.


Sesam-Spinat-Bällchen

Zutaten: (4 – 6 Personen)
450 g Spinat (frisch oder TK)
Meersalz
1 – 2 El Tahini
1½ El Reiswein oder trockener Sherry
1½ El Sojasauce
3 El Sesamkörner, geröstet

Den Spinat waschen und 3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, In einem Sieb abtropfen lassen. Das entfällt, wenn man tiefgekühlten Spinat nimmt, der muss nämlich nur auftauen und abtropfen. Gut ausdrücken.

Den Spinat grob hacken und in einem Topf leicht erwärmen, er sollte möglichst trocken werden. Tahini mit Reiswein und Sojasauce zu einer Creme rühren und mit dem Spinat vermischen. Mit wenig Salz abschmecken. Kleine Bällchen formen, einzeln in die Handfläche legen, mit Sesam bestreuen und andrücken.


Gurken-Radieschen-Salat

Zutaten:
1 Bund Radieschen, kleingeschnitten, Stifte und Scheiben
¼ Gurke, unregelmäßige kleine Stücke und Rhomben
1 Frühlingszwiebel, in Ringe
1½ El Sojasauce
1½ El Reisessig
½ Tl Honig
1 Tl Sesamöl

Radieschen und Gurken in eine halbe Stunde in kaltes Salzwasser legen. In einem Sieb abtropfen lassen. Mit den Frühlingszwiebeln in einer Schüssel mischen. Zutaten für die Sauce miteinander vermischen und über den Salat gießen.


Tofu-Yaki

Zutaten: (4 Personen)
400 g Tofu, 1½ cm dicke Rhomben
Marinade:
100 ml Sojasauce
100 ml Reiswein oder trockener Sherry
1 Tl Honig
1 Tl Ingwer, gerieben
2 Knoblauchzehen, gepresst
1 Prise Chili
zum Bestreuen:
Sesam, geröstet und Schnittlauchröllchen

Zutaten für die Marinade vermischen oder besser noch in einem Gefäß pürieren, so wird sie schön cremig. Den Tofu 1 – 2 Stunden in der Flüssigkeit marinieren, ab und zu wenden und in eine ofenfeste Form geben. Die übrige Marinade anderweitig verwenden, zum Beispiel als Saucendip oder als Zugabe in eine Erdnusssauce.

Backofen auf 160° Umluft aufheizen. Den Tofu 15 – 20 Minuten backen. Mit Sesam und Schnittlauch bestreuen. Lauwarm oder kalt servieren.

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