Pizza bianca mit Rucola

Sich bei Pizzateigen immer wieder aufs Neue auszuprobieren ist legitim. Die Italiener machen das schließlich auch, was ich sehr beruhigend finde, denn es zeigt, dass auch dort niemandem das perfekte Pizzarezept in die Wiege gelegt wird (was meine leise Befürchtung war) und wir Nordlichter uns einfach nur doof anstellen.

So habe ich auf einer italienischen Internetseite über gesunde Ernährung eine längere Abhandlung über die verschiedenen Methoden der Zubereitung gefunden: alle mit Vorteig, mal schnell, mal  langsam und sogar mit Weizensauerteig. Das Credo dort lautet übrigens wie bei unseren traditionellen Brotbäckern auch, dass eine längere Teig-Ruhezeit den Geschmack und die Verdaulichkeit entscheidend verbessert.

Die dort beschriebenen Teigarten variieren immer nur ein kleines bißchen. Den Teig, den ich hier ausprobiert habe, erschien mir der unkomplizierteste. Man braucht wenig Hefe, er geht sehr gut auf und man erhält einen schön elastischen Teig zum Formen der Böden. Und eine tadellose, wohlschmeckende, aromatische, knusprige Pizza (wenn man von dem fehlenden Holzbackofeneffekt absieht)


Zutaten: (4 Pizzen)
Für den Vorteig:
100 g Vollkorn-Weizenmehl
200 g Mehl Typ 550
5 g Hefe
300 ml Wasser

Für den Hauptteig:
300 g Pizzamehl (oder Typ 550)
3 Tl Meersalz
1 El Olivenöl
evt. noch 2 El Wasser

Für den Belag:
250 g Mozzarella, zerrupft
Kirschtomaten, halbiert
Rucola
Olivenöl
zum Ausarbeiten: Semolina (von de Cecco) oder Mehl

Die Mehlsorten in einer Schüssel mischen. Hefe in dem Wasser auflösen und danach unter das Mehl mischen. Mit den Händen eine Teigkugel kneten. In der Schüssel zugedeckt über Nacht gehen lassen.

Am nächsten Tag das restliche Mehl, Salz und Olivenöl hinzufügen und 10 Minuten auf der Arbeitsfläche kneten. Eventuell noch etwas Wasser hinzufügen. Der Teig soll schön geschmeidig sein. 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Den Teig nun dehnen und falten und zu einer Kugel formen. In 4 gleiche Teile teilen und diese in einer eingeölten Schüssel 3 Stunden abgedeckt gehen lassen.

Den Backofen auf 250° C Unterhitze plus Umluft oder Pizzastufe (mit Unterhitze) aufheizen.

Nacheinander aus den Teigstücken Pizzen formen. Am besten zuerst mit der Faust eine Kuhle in die Mitte des Teigstückes drücken, dieses dann über den Handrücken kreisrund auseinanderdehen und auf der Arbeitsfläche mit den Fingern zu einem schönen Pizzaboden formen und auseinanderziehen, dabei einen Wulst am Rand erhalten.

Den Pizzaboden auf einen bemehlten, glatten Kuchenretter oder einen Pizzaschieber legen, mit zerrupftem Mozzarella und halbierten Tomaten belegen, mit Olivenöl beträufeln und im Backofen auf dem heißen Blech oder Pizzastein ca. 8 Minuten backen. Die Backzeit reduziert sich dann bei den anderen Böden bis auf 6 Minuten.

Die Pizza herausholen und mit Rucola belegen und etwas Öl beträufeln. Mit den anderen Böden ebenso verfahren.

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