Süß-fruchtige Johannisbeer-Creme

Meine Johannisbeeren bereiten mir irgendwie Stress. Draussen blühen die Sträucher schon wieder und kündigen Beeren für den Juli an, und aus meinem Tiefkühlfach lachen mir die hübschen roten Früchte aus der letzten Saison frostig entgegen. Johannisbeeren stellen sich immer ein bißchen an, wenn es darum geht, aus ihnen etwas Gaumenschmeichlerisches zuzubereiten. Als Deko auf dem Nachtisch machen sie sich immer gut, aber nimmt man sie in den Mund, verleiden einem die Körnchen dann alles. In 99 Prozent der Rote-Johannisbeer-Rezepte landen sie in einem Rührteig, wo ihr sauer-fruchtiges Aroma von Mehl-Zucker-Eier eingehüllt nur noch entfernt durchschimmert. Eigentlich schade, dafür aber massenkompatibel. Ich habe mich an einen Nachtisch aus meiner Kindheit erinnert, den es auf den Skihütten in der Schweiz standardmäßig gab, und den wir im Wechsel mit Crème Caramel auf unsere Tabletts packten. Der Geschmack der Johannisbeeren kommt hier auf alle Fälle nicht zu kurz


Zutaten: 500 g Rote Johannisbeeren, 200 g Sahne, 2 – 3 El Rohrohzucker, 2 – 3 Tl Agar-Agar, Vanille aus der Mühle

Tipp: die Creme sollte mindestens 3 Stunden im Kühlschrank stehen

Johannisbeeren kann man mit den Stängeln verarbeiten, die Blätter sollten jedoch entfernt werden.

Die Beeren in einem Topf mit 100 ml  Wasser köcheln lassen, bis sie aufplatzen. Das Ganze dann durch ein Sieb streichen und die Flüssigkeit und das Püree auffangen. Die Menge sollte nun bei etwa 450 – 500 ml liegen.

100 ml davon entnehmen und in einem Topf etwas auskühlen lassen. In die abgekühlte Flüssigkeit das Agar-Agar einrieseln lassen, damit eine glatte Masse entsteht (nicht umgekehrt, sonst löst sich das Geliermittel nicht so gut auf, siehe Bild). Dann erhitzen und 2 Minuten köcheln lassen.

In die restliche Masse den Zucker einrühren sowie die gemahlene Vanille.

Das Fruchtpüree nach und nach zu der mit Agar-Agar gebundenen Masse geben und unterrühren. Etwas auskühlen lassen.

Die Schlagsahne steif schlagen und unter die Fruchtmasse heben, bevor sie anfängt zu gelieren. In den Kühlschrank stellen, wo sie fest wird.

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