Summen, brummen, krabbeln, zwitschern

Ein Frühling ohne Vogelgezwitscher? Ein Tageserwachen in Stille? Das ist ein Albtraum und gleichzeitig ein Szenario, das schneller eintreten kann als uns lieb ist, wenn die Zahl der Insekten weiter zurückgeht, das Ökosystem weiter ins Wanken gerät. Bienen, Schmetterlinge, Hummeln und Co sind nicht nur notwendig für das Bestäuben von Obst und Gemüse, sie bilden auch die Nahrungsgrundlage für unsere Vögel.

Spätestens seit letztem Herbst weiß jeder, dass seit 1990 75 % der Käfer, Bienen und vieler anderer Krabbel- und Flugtieren unwiederbringlich verloren sind. Nicht nur landwirtschaftliche Gebiete, auch Schutzgebiete sind davon betroffen. Die Politiker in ihren Büros sind vorläufig aufgeschreckt, nur der tumbe Deutsche Bauernverband will gar nichts davon wissen und verteidigt weiterhin die intensive Bewirtschaftung und Nutzung der Felder. Die Böden werden weiterhin ausgelaugt, die wertvollen Mikroorganismen plattgemacht, nur um möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften und die Preise niedrig zu halten.

Gegen so viel Dummheit ist leider kein Kraut gewachsen. Aber man kann natürlich selbst tätig werden, nein, man sollte das einfach tun. Jeder, der einen Balkon oder einen Garten hat, kann das ganz Jahr über ein Refugium für Insekten schaffen, kann Blumenkübel mit Lavendel, Katzenminze, Kräutern und Knöterich-Gewächsen füllen, schon jetzt im Frühjahr Schneeglöckchen, Schlüsselblumen und Lerchensporn pflanzen und im Garten wilde Ecken einrichten. Es dauert nicht lange, bis sich Wildbienen, Käfer und andere Krabbler dankbar ansiedeln.

Wildblumenwiese mit Sonnenhüten
Borretsch und Fenchel
Kräuterbeete und Bienenweide
Asthaufen bilden Rückzugsorte für Vögel und Insekten
Trockenmauer, Margeriten, Lavendel
Bienen lieben Flockenblumen
Sommerflieder Buddleja mit Tagpfauenauge
Eine schöne, dicke Schmetterlingsraupe

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört, ungefüllte Blüten anzubieten, einen Teil des Rasens in eine Wildblumenwiese zu verwandeln, Kräuter anzupflanzen und damit nicht nur unsere Küche zu bereichern, Gehölze mit Fruchtständen in Kübel oder Beete zu setzen, Trockenmauern, Totholz und Steinhaufen zu arrangieren, im Herbst Laubhaufen auf den Beeten und unter Bäumen liegen zu lassen und auf Beleuchtung im Garten möglichst zu verzichten. Das alles ist kein Hexenwerk und relativ leicht umzusetzen. Und vor allem hilft es.

Hier einige Links zum Einlesen und für die Inspiration:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/naturschutz-im-garten/20386.html

https://www.ndr.de/ratgeber/garten/zierpflanzen/Pflanzen-fuer-Schmetterlinge-Hummeln-und-Bienen,pflanzen1236.html

www.stadtbienen.org

https://www.native-plants.de/pflanzen-thematisch/schmetterlings-und-bienenweiden/?p=1

http://www.wildstauden-gaertnerei.de/

https://www.pflanzenversand-gaissmayer.de/group_view,Gestalten-Wild–und-Naturgarten-Heimische-Wildstauden,573369F728394BD2831FA179C705C7D0,de.html

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