Tandoori mit Biryani Reis

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Ein Versuch (ein bißchen den Männern im Haushalt zuliebe): das erste Tandoori meines Lebens. Warum? Weil Tandoori in der indischen Küche immer mit Fleisch gemacht wird und ich es deshalb noch nie auf dem Zettel hatte. Aber mit der „Veganen Metzgerei“ ist das ab sofort nicht mehr der Fall.

Das selbstgemachte, vegane Tandoori-Fleisch wird in einer sehr würzigen, mit einer zitronigen Note versehenen Marinade eingelegt, dann im Ofen gegart – und schmeckt überraschend lecker und sehr saftig. Die Marinade ist übrigens der Hauptakteur bei der ganzen Sache, aber die hat es geschmacklich wirklich in sich.

Für die Herstellung des Fleischersatzes sollte man 1 Stunde einplanen, da die Stücke so lange im Wasserdampf ziehen müssen, sowie 1 Stunde für das Einlegen in der Marinade. Das kann man aber alles gut vorbereiten. Der Name Tandoori leitet sich übrigens vom Tandur ab, dem Ofen, in dem das Gericht traditionellerweise gart.

Den Männern im Haushalt hat es übrigens ausgezeichnet geschmeckt. Den Frauen auch.

Tipp: Dazu passt sehr gut Biryani Reis und eine Joghurt-Sauce (und für mich niemals ohne Chutney)



Zutaten: (4 – 6 Personen)
150 g Glutenmehl
35 g Mandeln, gemahlen
10 Hefeflocken
1 Tl Zwiebelpulver
1 Tl Garam Masala
1 Tl Meersalz
300 ml Sojamilch
3 El Rapsöl

Für die Marinade:
1 Knoblauchzehe, kleingehackt
1 Stück Ingwer, kleingehackt
150 ml Joghurt (vegan: Sojacreme)
50 ml Rapsöl
½ Zitrone, Saft
½ Zitrone in Spalten
¼ Tl Koriander, gemahlen
¼ Tl Kurkuma, gemahlen
¼ Tl Kreuzkümmel, gemahlen
¼ Tl Zimt, gemahlen
4 Nelken, ganz
Chiliflocken
Muskat, gerieben
½ Tl Meersalz
1 El Tamarindenpaste
1 El Tomatenmark

Zuerst das Tandoori-Fleisch herstellen. Das ist ganz leicht: in einer Schüssel sämtliche Zutaten vermischen, die Sojamilch unterrühren, so dass eine glatte Masse entsteht. Diese kurz quellen lassen und zu einem Teig kneten. In 5 – 6 gleich große Portionen teilen. Jeweils in einem Stück Frischhaltefolie zu einer Wurst drehen, die an beiden Enden mit einem Faden verknotet wird.

Zum Garen der Würste nehme ich einen großen Topf, in den ich einen Siedeeinsatz umgedreht hineinlege, so dass die Würste wirklich im Dampf garen und nicht im Wasser liegen. Wasser also nur bis kurz unterhalb des Einsatzes füllen. 1 Stunde bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, eventuell auf halber Strecke etwas Wasser nachfüllen. Die aufgequollenen Würste nach Ende der Garzeit herausnehmen und sofort die Folie entfernen.

In der Zwischenzeit die Marinade herstellen und dafür alle Zutaten miteinander vermischen.

Die der Länge nach halbierten Würste in die Marinade legen und rundherum damit bestreichen. 1 Stunde warten. Anschließend im Ofen bei 180° C Umluft für 20 Minuten auf einem mit Backtrennpapier belegten Blech backen.

Zum  Biryani Reis servieren, dazu Zitrone zum Beträufeln reichen und falls etwas Marinade übrig ist, damit begießen.

Biryani Reis

Zutaten: (4 – 6 Personen)
150 g Basmati Reis
4 Nelken
4 Pimentkörner
1 Lorbeerblatt
Meersalz
2 El Butter

1 Zwiebel, kleingeschnitten
1 Knoblauchzehe, kleingeschnitten
1 kleine Kartoffel, gewürfelt
1 kleine Tomate, gewürfelt
100 g Erbsen TK
1 Tl Koriander
1 Tl Kurkuma
1 Tl Kreuzkümmel
½ Tl Kardamom
¼ Tl Zimt
4 El Rapsöl
100 ml Wasser
Petersilie zum Bestreuen

In einem Topf den Reis mit Piment, Nelke und Lorbeer sowie etwas Salz in der doppelten Menge Wasser zum Kochen bringen und dann 10 Minuten bei kleiner Hitze ausquellen lassen. Die Butter auf dem Reis schmelzen lassen.

In einer großen Pfanne Zwiebel und Knoblauch im Rapsöl andünsten bis die Ränder leicht braun werden. Dann das Gemüse und die Gewürze kurz mit erhitzen, mit Wasser angießen und 10 Minuten köcheln lassen.

Den Reis unter die Gewürzmasse heben und eventuell etwas nachsalzen.

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