Udon mit Mangold, frittiertem Tofu und Omelette

Bei der Äußerung von Wünschen sollte man so konkret wie möglich sein. Das fängt beim Mittagessen an und hört beim Geburtstag auf. Oder überhaupt im Leben. Das hilft Mißverständnissen vorzubeugen. Oder mißverstanden zu werden. Oder vorsätzlich mißverstanden zu werden.

Wenn mein Mann zum Beispiel nach „Nudeln“ verlangt, kann er die gerne haben. Ich weiß natürlich, dass er Pasta meint, sein Traum wäre wahrscheinlich ein Teller Spaghetti al ragù (natürlich bei uns ohne Fleisch), aber erstens möchte ich nicht jeden Tag Nudeln oder gar Spaghetti al ragù essen und zweitens habe ich jede Menge schönes, frisches Gemüse im Kühlschrank. Also gut, ich will ja nicht so sein, er bekommt seine „Nudeln“ und ich mein Gemüse – und zwar in Form dieses leckeren Wok-Gerichtes mit wunderbaren Udon-Nudeln, die den Linguine nahe kommen, aber mehr Flüssigkeit aufnehmen und etwas weicher sind.

Der Tofu wird vor dem Frittieren mariniert, das dünne Omelette in Stücke zerrupft und dann dem Mangold-Udon-Topf hinzugefügt. Geschmacklich hat man es mit nussigen, salzigen, rauchigen und scharfen Aromen zu tun.

Die härteren Stängel des Mangolds würde ich in diesem Fall abtrennen, in dünne Streifen schneiden, getrennt garen und extra dazu reichen


Zutaten: (4 Personen)
180 g Udon-Nudeln
200 g Räuchertofu, in Würfel
2 Eier
400 g Mangold, Stiele abgetrennt
1 rote Zwiebel, in Streifen
3 Knoblauchzehen, zerquetscht
1 Stück Ingwer, kleingehackt oder gerieben
1 rote Chilischote, in Ringe
100 ml Gemüsebrühe
Sojasauce
½ El Gochujang (alternativ: Chilipaste, Sojasauce, Ahornsirup, Limette, Knoblauch)
Gomasio (gerösteter Sesam)
Bratöl
Schnittlauch, in Röllchen

Mit dem Tofu beginnen, denn dieser sollte möglichst eine halbe Stunde oder mehr marinieren. Hierfür 3 El Sojasauce mit je 1 Tl Ingwer (gehackt oder gerieben) und Knoblauch in einer Schüssel vermischen und die Tofuwürfel darin ziehen lassen. Dann das Bratöl in einem Wok oder schweren Topf erhitzen und den Tofu darin frittieren. Mit einem Schaumlöffel herausangeln und in einer Schüssel parken.

Die Mangoldstiele danach im Fett anrösten, mit etwas Chili und Knoblauch würzen und mit Gomasio oder Sesam bestreuen. In eine Schüssel umfüllen und warmhalten.

Nun die Eier mit 1 El Sojasauce und 1 El Schnittlauchröllchen verquirlen und in einer Pfanne in Öl zu einem dünnen Omelette ausbacken. Herausnehmen und auf einem Teller parken.

Jetzt kocht man die Udon-Nudeln nach Packungsanleitung in Wasser ohne Salz. Nudeln danach abgießen und kurz abschrecken. Im Sieb lassen.

Währenddessen vom Bratöl falls nötig etwas in den Wok nachgießen, um darin zuerst die Zwiebeln, restlichen Knoblauch und Ingwer sowie Chilischoten kurz anzubraten. Dann den Mangold hinzufügen und zusammenfallen lassen, mit Gemüsebrühe, Gochujang und 2 El Sojasauce angießen und alles leicht köcheln lassen. Nochmal abschmecken. Zum Schluß die Udon-Nudeln unterheben, erhitzen, dann das Omelette zerrupfen und unterheben und mit Schnittlauch bestreuen.

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