Was im Juni zu tun ist

In meinem Garten rotiert in der neuen Saison wieder das Gemüse. Meine drei Hauptbeete sind aufgeteilt für schwach-, mittel- und starkzehrende Pflanzen, was sich sehr ordentlich anhört, aber in der Praxis nicht so leicht umzusetzen ist. Zumindest nicht bei mir – trotz Gartenbuch. Ich pflanze weder in Reih und Glied, sondern eher bunt durcheinander, setze Pflänzchen, wo gerade Platz ist, muss immer auch das Reh, die beiden Feldhasen und Mäuse berücksichtigen, die ihre kulinarischen Prioritäten haben, und die Pflanzen möglichst vor Fraß schützen. Dennoch ist das Prinzip  hilfreich, weil so der Boden geschont wird und man vermeiden kann, dass die gleichen Gemüsearten wieder am gleichen Platz vom Vorjahr wachsen.

Zwischen den Beeten und Kübeln habe ich frische Häcksel einer gefällten Buche verteilt, so dass das Unkraut sehr wirkungsvoll unterdrückt wird, was wiederum die Arbeit im Garten enorm erleichtert. Ausserdem mögen Schnecken solche rauen Wege gar nicht, sie werden also auch teilweise davon abgehalten, sich nachts im Gemüse die glibbrigen Bäuche hemmungslos vollzuschlagen. Und es sieht dazu ordentlich aus, was mir bisher auch nicht so recht gelingen wollte.

Im Haus habe ich mal wieder versucht, in Schalen rote und gelbe Bete vorzuziehen, was gut funktioniert, nur das Umsetzen ins Beet geht nicht. Dann muss ich auf sie wohl verzichten, denn die Mäuse fressen die jungen Blatttriebe komplett ab, wenn ich sie direkt draussen aussäe. Nach dem Mangoldfrust vom letzten Jahr, als die Mäuse auch hier erbarmungslos zugeschlagen haben, habe ich dieses Jahr vorgesorgt und von vorneherein mehr Pflanzen gesät mit dem Ergebnis, dass ich noch nicht genau weiß, wohin mit den vielen Setzlingen.

Brokkoli, Palm-, Grün- und Rosenkohl-Pflänzchen werden jetzt nach und nach (um einen Komplettverlust durch Mäuse möglichst zu vermeiden) zu den gekauften Kohlrabi und Salatpflänzchen ins Beet gesetzt. Die Tomaten gedeihen schon seit April im gut mit Pferdemist gedüngten Boden des Gewächshauses zusammen mit den überwinterten Physalis. Nur die Paprika- und Auberginensetzlinge sind im Februar gleich nach Italien auf die Fensterbank umgezogen und dort wahrscheinlich mittlerweile eingegangen. In ein paar Tagen fahre ich wieder hin und muss mich dann um Ersatz und den Garten dort kümmern. 

Die vorgezogenen Kürbisse, Zucchini und Gurken sind seit Ende Mai in die vorgesehenen Beete gesetzt. Die Dicken Bohnen sind gar nicht gekommen, die Möhren und Fenchel mickern, nur Spargel haben wir bis jetzt reichlich  geerntet und lassen ihn ab dem 21. wachsen, Spinat hat sich gar nicht entwickelt (es war zu trocken), die Erbsen haben die Mäuse ausgegraben und Bohnen habe ich genau aus diesem Grund von vorneheirein in Töpfchen vorgezogen.

Im Salatbeet haben sich die vielen Steckzwiebeln sehr gut bewährt. Fast keine Schnecken sind zu entdecken! Und meine verschiedenen Versuche mit Knoblauchzehen habe ich diesmal dokumentiert, um sie dann doch mal nachvollziehen zu können


Aussaat

im Freiland

  • Fenchel
  • Kohlrabi
  • Gurken
  • Zuckererbsen
  • Buschbohnen
  • Salate: Endivie und Radicchio
  • Pflücksalate
  • Kräuter
  • Wicken
  • Phacelia (Bienenweide)

Ernte

  • Salate, Rucola
  • Dicke Bohnen
  • Winterknoblauch
  • Mangold
  • Kohlrabi
  • Kräuter
  • Rhabarber
  • Erdbeeren

Pflege

  • Erdbeeren mit sauberem Stroh unterlegen
  • die Jungpflanzen mit Wasser versorgen, falls es zu trocken ist
  • Tomaten eventuell ausgeizen
  • Unkräuter aus den Beeten zupfen, die Beetränder von Gräsern frei halten
  • offene Flächen mulchen oder regelmäßig hacken
  • Düngung von Starkzehrern und Kübelpflanzen
  • Kartoffeln häufeln
  • Brennesseljauche ansetzen
  • Sommerschnitt von Obstgehölzen; falls Pilzbefall an Astspitzen (vergilbte, braune Blätter), diese entfernen, dabei etwas weiter ins gesunde Holz schneiden
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