Süßkartoffel (Ipomoea batatas)

Die Batate sieht zwar aus wie eine Kreuzung aus Kartoffel und Kürbis, ist aber ein Windengewächs. Es handelt sich um eine mehrjährige Kletterpflanze, die mit ihren krautigen Blättern gut zur Begrünung von Wandflächen genutzt werden kann. Unterirdisch bildet die Pflanze Speicherwurzeln. Sie landen bei uns auf den Tellern…

Übrigens ist China heute der größte Produzent von Süßkartoffeln, gefolgt von Nigeria und Tansania. Ursprünglich stammt die wertvolle Knolle aus Mittelamerika, von wo aus sie über Amerika ihren Weg nach Afrika gefunden hat und dort seitdem kultiviert wird.

Durch ihren sehr hohen Gehalt an Vitamin A und Beta-Carotin sowie vielen anderen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen sind Süßkartoffeln mindestens so gesund wie normale Kartoffeln. 


Kultivierung

Ich habe irgendwo gelesen, dass man Süßkartoffeln auch selber anbauen kann. Meine Freundin hat sich ein Pflänzchen gekauft, was und ob überhaupt etwas daraus geworden ist, muss ich aber noch herausfinden. Spannender ist es auch allemal, die Knollen selbst aus Stecklingen oder Süßkartoffelteilen zu ziehen.

Es handelt sich hier also um einen Versuch, der sich mir (leider jetzt im Herbst) aufgedrängt hat, als eine der Knollen einfach zu keimen anfing. Folgendes muss bei der Kultivierung beachtet werden:

  • Optimale Wachstumsbedingungen herrschen bei einer Temperatur von 24 °C oder darüber
  • am besten einen vollsonnigen Standort suchen
  • bei Temperaturen unter 10 °C ist das Wachstum stark eingeschränkt, bei Frost sterben die Pflanzen ab
  • wie die wärmeliebenden Gurken auch, werden die Jungpflanzen am besten Ende Mai/ Anfang Juni nach den Frösten auf Erdhügel oder Hügelbeete gepflanzt. Als Tropengewächs könnte vielleicht sogar das Gewächshaus geeignet sein
  • Staunässe vertragen die Pflanzen nicht, auch deshalb ist ein Hügel empfehlenswert
  • geräumige Kübel und Container sind ebenso bestens geeignet
  • bei Pflanzung in lockere, humose Erde sollte noch etwas Kompost untergemischt werden, eventuell auch eine handvoll Hornmehl
  • es bildet sich ein dichtes Blattwerk, das kein Unkraut mehr durchlässt
  • die Ernte beginnt mit den ersten kalten Nächten im Herbst

Stecklingsvermehrung:

Etwa ab März eine Biobatate in eine Anzuchtkiste legen, die etwa 2 cm mit Anzuchterde gefüllt ist. Gleichmäßig feucht (nicht nass!) halten, am besten eine Folie darüber stülpen. Nach mehreren Woche sollten aus den Augen Sprossen wachsen, die dann abgeschnitten und in ein Wasserglas gestellt werden (siehe unten). Alternativ können die Stecklinge auch direkt in Anzuchterde gesteckt werden. Auch hier empfiehlt es sich, anfangs für ein besseres Klima eine Kunststofffolie über das Gefäß zu stülpen. Nun braucht es eine hellen, warmen Platz und etwas Geduld. Erst ab Ende Mai können die Jungpflanzen in den Garten umziehen.

Familienzugehörigkeit: Windengewächse

Balkongeeignet: ja, im großen Kübel mit genügend Platz für die Wurzeln und Knollen (60 cm Ø)

Kulturdatenblatt 2017:

Stecklinge vermehren
  •  Mitte November: 2- und 3 cm-Sprossen von einer Kartoffel abgeschnitten und ins Wasser gestellt. Es bilden sich sehr bald Wurzeln
  • diese werden als nächstes in Anzuchterde in einen kleinen Topf gesetzt
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