Curryblatt (Murraya koenigii)

Der Currybaum oder auch Curryblatt genannt, ist eine in Süd-Indien und Sri Lanka beheimatete Pflanze. Da sie fester Bestandteil der Küche dort ist, steht eigentlich in jedem Hausgarten ein Exemplar. Die Blätter haben einen ganz unverwechselbaren und unvergleichlichen Geschmack, etwas deftig und sehr, sehr gut. Aus ihnen wird kein Currypulver gemacht, sondern ihre Blätter werden frisch den Curry-Gerichten beigemischt und mitgegessen.

Getrocknet sind sie leider nur halb so gut, deshalb lohnt es sich, wenn man gerne Currys isst, eine Pflanze zu kultivieren. Das ist in unseren Breiten allerdings nicht ganz leicht, denn sie mag Licht und Wärme, nicht allzu viel Wind, braucht Wasser, aber auch das nicht im Übermaß.

Curryblätter sind gut für die Gesundheit und werden in der ayuverdischen Medizin eingesetzt. Die Pflanzen enthalten Kalzium, Phosphor, Eisen, Vitamin A, B, C, E, sind gut gegen Infektionen, werden zur Behandlung bei Diabetes eingesetzt und einiges mehr. Man macht also nichts falsch damit

Das Curryblatt muss bei uns in einem kühleren Raum überwintert werden und wirft dann seine Blätter eventuell ab. Im Frühling treibt die Pflanze wieder aus

Steckbrief

Standort: baucht das ganze Jahr über Wärme und einen geschützen Standort, ausreichend Feuchtigkeit, dabei aber immer wieder trockene Erde, damit die Wurzeln nicht faulen. Ideal ist ein Gewächshaus. Im Winter in ein kühles Zimmer stellen, kaum gießen.

Meine Erfahrung bisher: Im ersten Winter haben die Pflanzen ihre Blätter abgeworfen (vielleicht war das Zimmer nachts dann doch zu kalt, ich weiß es nicht), im zweiten Jahr standen sie an einem Ost-Fenster in einem kühlen Raum, hatten zwar weniger Licht, dafür aber noch alle Blätter. Später bekamen sie in wohl zu trockener Luft dann doch noch Spinnmilben. Im dritten Winter blieben die Blätter dran, leider musste ich sie gegen Schildläuse an den Stängeln bekämpfen (mit Grüner Seife ging das ganz gut). Also: ganz einfach ist die Überwinterung nicht, auch wenn sich die Pflanzen immer gut erholt haben.

Pflege: – ab einer Höhe von 30 – 40 cm schneidet man die Spitze ab, damit die Pflanze buschig wird
– alle 1 bis 2 Jahre Pflanze umtopfen, regelmäßig düngen
– sind die Pflanzen schon etwas größer, bilden sie im Sommer weiße Blüten, aus denen dann schwarze, kleine Früchte mit Samen wachsen

Ernte: Wenn man Curryblätter erntet, sollte man den ganzen Zweig abschneiden, aber nie einfach die Blätter abstreifen und die Mittelrippe stehen lassen.

Familienzugehörigkeit: Rautengewächse

Zu kaufen gibt es das Indische Curryblatt als Pflänzchen bei Rühlemanns Kräuter- und Duftpflanzen.

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Eve sagt:

    bei Rühlemann leider seit einem Jahr nicht erhältlich ;-(

    1. Die Pflanzen sind auch in diesem Shop in Europa erhältlich http://www.curryleaftree.com/

    2. Ingrid Ploss sagt:

      Hab die Pflanzen vor ewigen Zeiten bei Rühlemann bestellt und heute wurden sie geliefert 🙂

      1. anna sagt:

        Hallo, dann hattest du ja scheinbar richtiges Glück! Jetzt musst du sie ein bißchen wachsen lassen und dann vor allem gut über den Winter bringen, wie gesagt, nicht zu trockener Luft aussetzen. Meine hat sich über den Sommer wieder richtig gut im Gewächshaus erholt (nach Spinnmilben und dann auch noch diesen klebrigen Schildläusen), in frischer, mit Kompost angereicherter Erde und größerem Topf. Lass mich wissen, wie das bei dir läuft, würde mich interessieren.

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