Gefunden: Das beste Schokoeis

Nichts geht über ein gutes Schokoeis. Das kann man immer essen, zu jeder Tages- und Nachtzeit, in jeder Stimmungslage, die Kinder freuen sich, die Gäste auch. Ebenso die Waage. Und mein Mann besonders. Bei Schokolade liegen unsere Geschmäcker allerdings weit auseinander. Er liebt Vollmilch, ich die Bittervariante. Im Urlaub in Italien mag das ja noch angehen. Dort steht man vor eine gut sortierten Eistheke und wählt seine Lieblingssorten aus. Mein Mann: drei Kugeln Schokoeis. Ich: was mich gerade anlacht.

Doch zuhause bestimmt, wer den Kochlöffel schwingt, alles andere führt zu Konflikten. Wenn man also beabsichtigt, selbst Eis zu machen, ist es von Vorteil, andere Meinungen erst gar nicht einzuholen. Das ist sowieso eine gute Strategie – in der Küche wie im Leben.

Zum Eismachen ist auch noch zu sagen, dass jeder, der damit anfängt und nicht gerade das Geschmacksemfinden eines Krokodils hat, konfektioniertes Industrieeis nur noch widerwärtig, klebrigsüß und künstlich finden wird. Es geht nichts über handwerklich gemachtes Eis.

Um auf unseren Vollmilch-Vollbitter-Konflikt zurückzukommen: es gibt etwas dazwischen, das beide glücklich macht, und stammt von Blogger David Lebovitz. Von ihm gibt es übrigens noch ein anderes hinreissendes Rezept eines Karamelleises mit Fleur de Sel. Dazu gibt es auch eine Geschichte, die aber ein andermal…


Das beste Schokoeis (und das ganz ohne Ei)

Zutaten: (für etwa 1 Liter)
250 ml Milch
4 Tl Maisstärke
250 ml Sahne
250 ml Kondensmilch (ich nehme normale Vollmilch)
100 gr Zucker
2 El Agavensirup
35 gr Rohkakaopulver
85 gr Bitter- oder Halbbitterschokolade (50% Kakaoanteil), zerbröckelt
¼ Tl Fleur de Sel
½ Tl Vanilleextrakt

Die Maisstärke mit etwas Milch in einer Tasse glattrühren.

In einem großen Topf die Milch, Sahne, Zucker und Agavensirup erhitzen. Wenn alles anfängt zu kochen, den Kakao einrühren und leise etwa 4 Minuten weiterköcheln lassen.

Nun die Maisstärke einrühren und eine weitere Minuten unter Rühren kochen und eindicken lassen. Von der Herdplatte ziehen und die Schokolade darin schmelzen lassen, immer wieder umrühren. Vanilleextrakt hinzufügen, ebenso das Salz.

Die Masse auskühlen lassen. Das geht am besten, indem man die Schokomischung in einem Messbecher oder einer großen Schüssel in ein Eisbad  stellt. Danach eventuell noch in den Kühlschrank.

Erst wenn die Schokomischung ganz ausgekühlt ist, in den Eisbereiter schütten und cremig rühren lassen.

Und wenn wir schon dabei sind, hier noch von David Lebovitz…

Das beste Schokosorbet

Zutaten: (für etwa 1 Liter)
555 ml Wasser
200 g Zucker
75 g Rohkakaopulver
1 Prise Salz
170 g Bitter- oder Halbbitterschokolade, zerbröckelt
½ Tl Vanilleextrakt

In einem großen Topf 375 ml  Wasser mit Zucker, Kakao und Salz verrühren und unter Rühren zum Kochen bringen. Etwa 45 Sekunden köcheln lassen.

Vom Herd nehmen und die Schokolade darin schmelzen lassen, dann Vanilleextrakt und restliches Wasser (180 ml) unterrühren. Mit einem Pürierstab 15 Sekunden durchmixen.

Die Masse auskühlen lassen, später in den Kühlschrank stellen und schließlich in den Eisbereiter füllen.

Nachdem ich gefühlte 100 Mal über vegane Eisrezepte gestolpert bin, habe ich aufgegeben. Jetzt wollte ich es selbst schmecken, weil sich mir der Eindruck vermittel hatte, dass es keinen Unterschied mehr geben würde. Also habe ich diese supereinfache Schokoeis-Variante kurzentschlossen ausprobiert. Nun weiß ich, es gibt den Unterschied doch noch und zwar ganz eindeutig. Die Konsistenz des veganen Eises ist wunderbar cremig, aber der Bananengeschmack dringt trotz Kakao leider ein bisschen (für mich zu sehr) durch. Wen das nicht stört, ist damit gut bedient, denn es enthält keinerlei zusätzlichen Zucker und ist im Handumdrehen gemacht.  Das ist auch nicht verkehrt.

schokoeis veganSchokoeis vegan nach Peta-Rezept

Zutaten:
3 Bananen schälen und in Scheiben geschnitten für mindestens 8 Stunden oder über Nacht einfrieren
2 El Rohkakaopulver
2 Datteln
Kokosraspel für die Deko

Die tiefgefrorenen Bananen mit Kakao und Datteln in einen Mixer geben und in etwa 45 Sekunden zu einer homogenen Masse verarbeiten.

Mit Kokosraspeln garnieren

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