Hamburger aus „Meine kleine vegane Metzgerei“

Hamburger auf Basis von Sojaschnetzeln, Gluten, Kidneybohnen und roter Beete: sowohl optisch als auch geschmacklich sind sie gut geworden.  Und auf einem Burger-Brötchen mit Gurken, Paprika, Tomaten, angebratenen Zwiebeln, Spinatblättchen und Ketchup oder würzigem Mojo Rojo sind sie – so die einhellige Meinung der Familie – absolut vorzeigbar.

Doch der erste Anlauf war eine wirklich schwere Geburt. Schon beim Durchlesen des Rezeptes von Sébastien Kardinal kam mir der Wasseranteil viel zu hoch vor. Aber gut, unser Autor der „Veganen Metzgerei“ musste ja wissen, was er tut. Oder doch nicht? Ich habe letztendlich den Teig durch Auspressen durch ein Sieb und Zugabe von Glutenmehl gerettet und damit die Gesamtmenge ungewollt um 3 Burger erhöht. Die Menge des Pimentón de la Vera (im Originalrezept überstrapaziert und viel zu dominant) wurde in der neu ausgetüftelten Variante stark reduziert. Auf die Zugabe von Lapsang-Suchong-Tee (schmeckt nach alter Schuhsohle) kann ausserdem getrost verzichtet werden. Ich würde sagen: alles in allem ist dieses Rezept aus dem veganen Kochbuch optimerungsbedürftig.

Der Wunsch nach vegetarischen Hamburgern besteht in meiner Familie weiterhin, die Richtung des Rezeptes ist auch in Ordnung, aber die Burger werde ich das nächste Mal eben gleich in meiner eigenen Version herstellen


Anmerkung: die unten stehenden Angaben sind bereits von mir korrigiert worden, so dass das Rezept funktioniert. Durch die Halbierung der Wassermenge wird die Masse dann auch formbar


Zutaten
: (6 Hamburger)
½ l Wasser
30 ml Tamari Sojasauce
100 g feine Sojaschnetzel
2½ Tl Garam Masala
2 Tl Zwiebelpulver
1 rote Bete, fein geraspelt
1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
250 g Kidneybohnen, gekocht und püriert
Meersalz
½ Tl Piementón de la Vera
50 g Glutenmehl
Öl zum Anbraten

Tipp des Autors: Die gebackenen Burger am Vortag zubereiten und ruhen lassen, so wird ihre Konsistenz perfekt bissfest und die Aromen können noch durchziehen

Das Wasser aufkochen und mit der Tamari-Sauce mischen.

In einer Schüssel die Sojaschnetzel, das Garam-Masala und Zwiebelpulver mit der heißen Flüssigkeit übergießen, gut umrühren und quellen lassen.

Dann die geraspelte rote Bete, die Zwiebel und pürierten Kidneybohnen mit Salz und Paprikapulver untermischen und mit dem Glutenmehl zu einem festen Teig verkneten. Nochmals ruhen lassen.

Aus dem Teig 6 Kugeln formen und diese zu Hamburgern flachdrücken. Auf ein mit Backtrennpapier belegtes Blech legen.

Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Hamburger im Ofen 20 Minuten backen, nach 10 Minuten einmal wenden.

Die Hamburger müssen komplett ausgekühlt sein, bevor sie kurz vor dem Servieren in einer Pfanne mit Bratfett von beiden Seiten kurz angebraten werden.

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