Quittenbrot, Cotognata, Dulce de membrillo

Neben Quittenkompott, Quittenlikör und Quittengelee gehört das Quittenkonfekt (oder-brot) zu den traditionellen Rezepten, die man für diese wohlduftenden, wunderschönen Früchte mit ihrem herben Fruchtfleisch verwendet. Und da das Quittenkonfekt auch einfach aus den Musresten gemacht werden kann, wie sie zum Beispiel bei der Herstellung von Quittengelee anfallen, ist es das perfekte Weiterverwertungsrezept.

Jedenfalls ist Quittenbrot bei uns fast in Vergessenheit geraten, in Spanien und Süditalien gilt es jedoch weiterhin als  Spezialität. Dort wird das feste Quittenkonfekt zu würzigen Käsesorten und herzhaften Salamis und Tapas gegessen, zu einem Stück Brot und dazu ein Schlückchen Wein… wunderbar


Süß und herzhaft


Zutaten
:
2 kg Quitten
1 kg Zucker

Das getrocknete Quittenbrot in Rauten schneiden

Die Quitten waschen und mit einem Tuch den Flaum sorgfältig abreiben. Mit einem schweren Messer die Quitten vierteln und Blütenansatz  entfernen oder am besten gleich die Frucht rund um das Kerngehäuse herum viereckig abschneiden, das erleichtert das Passieren enorm und das Ergebnis wird besser.

In einem Topf mit etwas Wasser weichkochen. Das Kochgut mit Hilfe einer flotten Lotte passieren, so dass man Fruchtmus erhält. Es sollten etwa 1 kg werden.

Dieses wird nun im Verhältnis 1:1 mit Zucker vermischt, gut verrührt und am besten in einem beschichteten Topf vorsichtig eingekocht. Gerade am Anfang kann es unangenehm spritzen, dafür einen Topfdeckel bereit halten. Immer wieder umrühren, bis das Mus dick und zähflüssig wird, sich schon fast vom Topfboden löst und sich die Farbe zu einem Karamellton verändert hat. Das kann 30 – 45 Minuten dauern, je nachdem mit welcher Hitze man arbeitet.

Anmerkung an dieser Stelle: Wenn man die Geduld verliert, bevor das ganz dicke Mus entsteht, kann man sich mit dem Untermischen von Agartine behelfen. Bitte nach Packungsanleitung arbeiten.

Das Mus wird nun auf ein Backblech geschüttet, das man zuvor mit Alufolie ausgelegt hat. Auskühlen und trocknen lassen. Nach zwei Tagen wendet man die Fruchtscheibe und lässt sie von der anderen Seite trocknen.

Schließlich schneidet man die Platte mit einer feuchten Klinge in Rauten (oder eine andere Form) und legt diese schichtweise mit Brotpapier dazwischen in Weckgläser oder eine Dose.

Wer das Quittenbrot gerne als Süßigkeit isst, wälzt die Stücke vorher in Kokosraspel. Aufbewahrung wie beschrieben.

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2 Kommentare Add yours

  1. Annett sagt:

    Guten Tag, durch meine jährliche Quittenschwemme bin ich auf diesen Blog gelandet. Der Likör ist schon angesetzt und jetzt will ich mich mal ans Quittenbrot wagen. Als Unterlage schreiben Sie Alufolie ,aber auf dem Bild sieht es mir nach Frischhaltefolie aus.? Wahrscheinlich geht beides😊.
    Annett

    1. anna sagt:

      Hallo Annett, ich habe das Quittenbrot auf Alufolie auskühlen lassen und vor dem Wenden ein Stück Frischhaltefolie darauf gelegt. Es lässt sich dann leichter handhaben

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