Granatapfel (Punica granatum)

Eigentlich schade: in unseren mitteleuropäischen Breitengraden werden an den Granatapfelbäumchen wohl nie reife Früchte hängen, denn sie brauchen schon viel Sonne und Wärme, damit sie rot werden. Trotzdem sind sie als Pflanzen leicht zu ziehen, sie sind robust und sehen mit ihrem Blattwerk ganz dekorativ aus.

Granatäpfel wurden schon in der Antike und im Mittelalter als Heilpflanzen geschätzt. Sie sind voller sekundärer Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend und antioxidant wirken. Granatäpfel werden u.a. bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Arthritis eingesetzt, und haben positive Wirkung bei Prostata- und Brustkrebs.

Madonna mit dem Granatapfel, Sandro Botticelli, 1487

Die Kerne lassen sich übrigens ganz leicht aus der Schale herauslösen, indem man die Frucht auf einer Unterlage hin- und herrollt und dann quer durchschneidet. Vesucht man nun eine der Hälften nach aussen zu stülpen, fallen die Kerne fast schon von alleine aus den Zwischenwänden heraus.


Steckbrief

„Granatapfel“ (Punica granatum)

samentüten
Empfehlenswerte Adressen für Saatgut

Familienzugehörigkeit:  Weiderichgewächse

Aussaat: Granatapfelkerne einer möglichst reifen, roten Frucht in Aussaaterde an einem warmen Platz. Die Keimdauer beträgt mehrere Tage bis Wochen

Wasserbedarf: mittel, Pflanze übersteht auch kurze Zeiten der Trockenheit

Substrat: normale, durchlässige Garten- oder Kübelpflanzenerde

Lichtbedarf: am liebsten Sonne; wirft im Winter Laub ab, kann deshalb auch dunkel stehen und wird dann frostfrei überwintert

Balkongeeignet: ja, im ausreichend großen Kübel

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