Wiener Sachertorte nach Frau Neudeckers Hausrezept

In unserer Familie wünscht sich jeder zum Geburtstag einen anderen Kuchen, dafür aber immer den gleichen. So gibt es bei uns mindestens einmal im Jahr Erdbeer-Quark-Kuchen, Kalten Hund plus Zitronenkuchen, Marmorkuchen, Schokoladenkuchen mit warmen Kern – und eben diese Sachertorte. Ich muss gestehen, früher dachte ich bei Torten immer an Tanten, die in Kaffehäusern Sahneschnitten in sich reinstopfen. Nichts für mich. Seitdem ich aber über „Frau Neudeckers Sachertorte für Faule“ gestolpert bin (danke Sigrid!), weiß ich es besser. Die ist nämlich ganz ohne Sahne. Dafür mit viel Ei, was den Teig so wunderbar locker macht, und dabei ist er noch saftig. Ganz nach meinem Geschmack und besonders dem meiner Tochter, die sich ihn gerade gewünscht hat. Die „Sachertorte für Faule“ wird ohne Marillenmarmelade und Schokoguss gemacht. Wir wollen darauf allerdings nicht verzichten und haben unser leckeres, eher herbes Quittengelee und Zartbitterkuvertüre als Überzug genommen. Schmeckt immer!


Zutaten: (für eine Springform)
170 g Butter
170 g Rohrohrzucker
150 g Zartbitterschokolade
6 Eigelb
70 g Semmelbrösel
6 Eiweiß

Guss:
4 EL Quittengelee, großzügig bemessen
175 g Zartbitter-Kuvertüre

Backofen auf 150° C Umluft vorheizen.

Die Schokolade in einer Schüssel zusammen mit der Butter langsam zum Schmelzen bringen. Ich nehme dafür immer eine aus Metall, die ich auf den Herd stellen kann. ¾ des Zuckers dazu geben, gut verquirlen, dann die Eigelbe hinzufügen und alles zu einer schaumigen Masse schlagen, bis diese heller wird. Das dauert ein paar Minuten. Semmelbrösel unterheben.

Den restlichen Zucker mit den Eiweißen zu einer festen Masse schlagen. Zuerst einen Esslöffel davon vorsichtig unter die Schokomasse rühren, dann den Rest.

In eine gebutterte Springform füllen und in den Ofen stellen. Bei mir war er nach 50 Minuten fertig, dafür auch noch schön saftig, im Originalrezept werden 60 Minuten empfohlen. Am besten mit einem Holzstäbchen hineinpieken. Wenn kein Teig mehr daran klebt, ist er gut.

Nach ein paar Minuten auf ein Kuchengitter umheben und auskühlen lassen.

Für den Guss das Gelee in einem kleinen Topf etwas erwärmen. Mit einer Kuchenpalette über den Küchen verteilen. Derweil die Kuvertüre im warmen Ofen schmelzen lassen. Später über das getrocknete Gelee mit der Palette oder einem breiten Messer verstreichen.

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2 Kommentare Add yours

  1. Bei dir sieht die Sachertorte viel besser aus …

  2. anna sagt:

    Bei dir gibt es doch gar kein Foto…

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