Erdbeeren (Fragaria)

Jetzt ist die richtige Pflanzzeit für Erdbeeren, damit sie uns auch nächstes Jahr mit ihren wunderbaren Früchten den Sommer über begleiten können. Schon unsere Vorfahren der Steinzeit haben Erdbeeren gesammelt, im Mittelalter wurden große Flächen mit Walderdbeeren kultiviert, aber erst im 18. Jahrhundert fand eine wilde, größerfruchtige Art aus Amerika ihren Weg nach Europa, zunächst in die Botanischen Gärten, wo sie dann weitergekreuzt wurde. Erdbeeren können von Juni bis Oktober geerntet werden, wenn man verschiedene Sorten geschickt kombiniert.

Jetzt im August ist jedoch der richtige Zeitpunkt, um Jungpflanzen in den Boden zu setzen. Entweder nimmt man den ersten Abschnitt von Ausläufern bereits vorhandener, gut tragender Pflanzen oder besorgt sich Setzlinge.

Das Entscheidende für die Erntemenge im nächsten Jahr ist aber tatsächlich der Pflanztermin. Die Blütenbildung erfolgt nämlich schon im September. Als Faustregel gilt: den besten Ertrag erhält man, wenn man die Jungpflanzen von Ende Juli bis Mitte August ins Beet setzt. Kommen sie erst von Mitte August bis Mitte September in die Erde, erntet man weniger, dafür aber größere Früchte.

Der Biogartenversand hat ein vielfältiges Angebot an verschiedenen Sorten


Steckbrief

Sorte: „Honeoye“ ist eine sehr attraktive Frühsorte mit dunkelroten, süß – säuerlichen Früchten. Ihr Erntebeginn liegt ca. 5 Tage vor Korona (bei Verfrühung unter Vlies bzw. Folie bis zu 14 Tage früher). Sie kommt sehr schnell in einen hohen Ertrag.
Reifezeit:  Anfang bis Mitte Juni

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Sorte: „Korona“, die Gartenerdbeere mit dem Supergeschmack und den vielen großen Früchten. Wer sie einmal gehabt hat, will sie immer wieder.
Reifezeit:  Ende Juni

Sorte: „Senga Sengana“, die wohl bekannteste und bewährteste Erdbeersorte in deutschen Gärten. Sie besitzt einen aromatisch- fruchtigen Geschmack und beste Eigenschaften zum Einkochen und Einfrieren.
Reifezeit:  mittelfrüh

Sorte: „Florence“, eine eher spät tragende Sorte, die einen sehr hohen Ertrag an dunkelroten bis rotvioletten Früchte bringt. Diese äußerst robuste Sorte entstand 1987 aus einer Kreuzung der Gartenerdbeere mit der Walderdbeere. Florence hat eine relativ lange Ernteperiode.
Reifezeit:  Ende Juni bis Ende Juli

Sorte: „Mieze Schindler“, Liebhabersorte mit Walderdbeeraroma. Ihr einzigartiger Geschmack macht sie zur „Praline unter den Erdbeeren“. Die Früchte sind klein, dunkelrot und hocharomatisch. Diese eher späte Sorte ist rein weiblich und benötigt somit eine Befruchtersorte.
Reifezeit:  mittelspät

Sorte: „Ostara“, bei dieser Sorte können Sie bis in den Herbst hinein Erbeeren ernten. Ostara ist eine sehr ertragreiche, aromatische und großfrüchtige Sorte mit orangerot gefärbten Früchten. Neben dem Anbau im Hausgarten eignet sich Ostara sehr gut für die Kultivierung als Ampelpflanze.
Reifezeit:  Juli – Oktober

Anbau

  • Erdbeeren bevorzugen humose Lehmböden, die gut durchlüftet sind und sich schnell erwärmen und nach Regen gut trocknen
  • sonniger, windgeschützter Platz
  • nach der Ernte die Blätter am Schopf packen und etwas zurückschneiden
  • für die Vermehrung die Ableger, die der Mutterpflanze am nächsten sind in nicht zu kleine Töpfe mit guter Erde wurzeln lassen, sie können dann ohne Wachstumsunterbrechung auch zu einem späteren Zeitpunkt als August verpflanzt werden
  • zu viele Ausläufer schwächen die Mutterpflanze, also abschneiden
  • Erdbeeren können 3 Jahre an Ort und Stelle bleiben, tragen dann aber immer weniger Früchte
  • die Jungpflanzen nicht zu tief setzen, die Herzknospe muss über der Erde stehen. Die Wurzeln sollen senkrecht in den Boden reichen und nicht geknickt werden
  • Düngen sollte man am besten bei der Pflanzvorbereitung oder wenn die abgeernteten Erdbeeren Ende Juli, Anfang August zurückgeschnitten wurden mit 5 kg Stallmist auf 1 m² Beet oder Bio-Spezialdünger. Das fördert das Wurzelwachstum und die Blütenbildung
  • in der Reihe ca. 25-35 cm x 40-60 cm
  • bei Blütenbildung mit sauberem Material mulchen

Familienzugehörigkeit: Rosengewächse

Balkongeeignet: ja, im Kübel

Kulturdatenblatt 2016:
– „Korona“-Ausläufer vom letzten Anbau in neues, gedüngtes Beet gesetzt. Abgesehen von dem Mäusefraß und der dadurch entstandenen Ernteeinbußen haben sich die Pflanzen gut entwickelt

 

Titelbild: (C) Transactions of the royal horticultural society of London, vol. 5: t. 12 (1824) [C.J. Robertson]

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